Website-Icon die1.eu

Bombenalarm über Europa – Kampfjets begleiten Passagiermaschinen

Eine Maschine mit 157 Menschen an Bord muss auf einem französischen Militärflugplatz landen, ein Flug nach Warschau wird nach Wien umgeleitet. Am Donnerstag, 5. November, haben erneute Bombendrohungen den Flugverkehr in mehreren europäischen Ländern gestört. Bei den bislang gemeldeten abgeschlossenen Kontrollen fanden die Einsatzkräfte keinen Sprengstoff.

Dublin–Rom endet auf einem Militärflugplatz in Frankreich

Für die 151 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder eines Aer-Lingus-Flugs nach Rom endete die Reise zunächst in der Normandie. Nach einer Bombendrohung wurde die aus Dublin gestartete Maschine zum französischen Militärflugplatz Évreux-Fauville umgeleitet. Militärflugzeuge begleiteten den Airbus bei der Landung. Die Behörden brachten alle Menschen an Bord in Sicherheit. Anschließend untersuchten Sprengstoffexperten die Maschine.

Auch ein Finnair-Flug von Helsinki nach Rom erhielt eine Bombendrohung. Die italienische Luftwaffe begleitete die Maschine bis zur Landung in Rom-Fiumicino. Ein weiterer Finnair-Flug aus Helsinki war auf dem Weg nach Wien ebenfalls betroffen. Beide Maschinen erreichten ihre Zielflughäfen. Finnair meldete nach den Kontrollen keine verdächtigen Funde.

Umleitung nach Wien, Entwarnung in Prag und Kopenhagen

Ein Wizz-Air-Flug von Mailand-Malpensa nach Warschau wurde nach Wien umgeleitet. Der österreichischen Polizei zufolge war zuvor in Polen eine Drohmail eingegangen. Nachdem die Einsatzkräfte in Wien keinen gefährlichen Gegenstand gefunden hatten, setzte die Maschine ihren Flug nach Warschau fort.

Am Prager Václav-Havel-Flughafen durchsuchten Spezialkräfte vier Flugzeuge. In den Drohungen war von selbstgebauten Sprengsätzen die Rede. Die tschechische Polizei gab nach Abschluss der Kontrollen Entwarnung. Auch die Durchsuchung zweier Maschinen in Kopenhagen blieb ohne verdächtigen Fund.

Drei Ryanair-Flüge nach Bulgarien betroffen

In Bulgarien wurde ein Ryanair-Flug von London-Stansted nach Sofia zum Flughafen Plowdiw umgeleitet. Zwei weitere Maschinen der Fluggesellschaft aus Kopenhagen und Madrid landeten in Sofia. Nach den Sicherheitskontrollen lief der Betrieb an beiden Flughäfen wieder regulär.

In Rumänien landete eine Wizz-Air-Maschine aus Mailand sicher in Bukarest. Dort leitete der rumänische Inlandsnachrichtendienst eine Untersuchung ein. Auch ein LOT-Flug von Warschau nach Brüssel war von einer Drohung betroffen.

Zweite länderübergreifende Welle innerhalb weniger Tage

Bereits am Dienstag hatten Bombendrohungen in mehreren europäischen Ländern Durchsuchungen und Umleitungen ausgelöst. Schon am Montag war zudem ein einzelner Flug von Großbritannien nach Bulgarien betroffen. Ob die Drohungen zusammenhängen und wer sie verschickt hat, blieb zunächst offen.

Die mobile Version verlassen