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WIR SIND DAS VOLK: OHNE UNS LÄUFT NICHTS

Menschen sollen arbeiten, bezahlen, funktionieren. Sie sollen höhere Lebenshaltungskosten tragen, sich durch Vorschriften kämpfen und hinnehmen, dass ein gutes Leben für viele immer schwerer erreichbar wird. Doch wer hört ihnen zu? Wer stellt ihre Interessen in den Mittelpunkt?

Die Kampagne „Wir sind das Volk“ setzt genau hier an. Ihre Botschaft: Die Bevölkerung besitzt Macht – durch ihre Arbeit, ihren Konsum und ihre Bereitschaft, ein wirtschaftliches System täglich am Laufen zu halten.

Wer bezahlt – und wer bestimmt?

Politik muss sich daran messen lassen, ob Menschen von ihrer Arbeit leben können. Ob Wohnen bezahlbar bleibt. Ob nach Miete, Energie, Lebensmitteln und notwendigen Ausgaben noch etwas vom Einkommen übrig ist.

Gesetze, Abgaben und Regeln brauchen einen nachvollziehbaren Zweck. Wo Bürokratie Menschen zermürbt und Entlastung ausbleibt, verliert Politik Vertrauen.

Ebenso berechtigt ist die Frage nach wirtschaftlichem Einfluss: Wie viel Gehör finden große Unternehmen, Finanzakteure und vermögende Interessenvertreter – und wie viel Gehör findet der Mensch, der jeden Monat rechnen muss?

Die pauschale Behauptung, alle Politiker seien Marionetten einer einheitlich gesteuerten Wirtschaft, greift zu kurz. Der Anspruch dahinter bleibt jedoch unmissverständlich: Politische Entscheidungen dürfen nicht käuflicher Einflussnahme folgen. Sie müssen dem Gemeinwohl dienen.

Der Protest soll dort ankommen, wo Entscheidungen fallen

Friedliche Demonstrationen können Öffentlichkeit schaffen und Veränderungen anstoßen. Gewalt auf den Straßen dagegen verletzt Menschen, zerstört Eigentum und kann die eigentlichen Anliegen verdrängen.

„Wir sind das Volk“ formuliert deshalb einen anderen Ansatz: wirtschaftlichen Druck durch gemeinsamen Verzicht.

14 Tage kein Einkauf, kein Tanken, keine Arbeit – so lautet die zugespitzte Forderung der Kampagne.

Die Idee dahinter: Wenn Menschen ihre wirtschaftliche Beteiligung gemeinsam unterbrechen, wird sichtbar, wie sehr Unternehmen und Staaten von ihnen abhängen. Eine solche Aktion würde allerdings auch Beschäftigte, kleine Betriebe und die Versorgung treffen. Ihre Wirkung hinge von Beteiligung, Organisation und konkreten Forderungen ab.

Eine Milliarde Beteiligte ist dabei eine Vision, keine nachgewiesene Mobilisierung. Auch eine politische Reaktion lässt sich nicht garantieren. Die entscheidende Frage bleibt trotzdem: Was geschieht, wenn sehr viele Menschen gemeinsam sagen, dass es so nicht weitergehen soll?

Menschen sind keine Verfügungsmasse für Kriege

Hans in Deutschland, Ahmed in Syrien, Dimitrios in Griechenland und Sergej in Russland sind nicht von Natur aus Feinde. Menschen haben Familien, Hoffnungen und den Wunsch, sicher zu leben.

Kriege haben unterschiedliche Ursachen. Machtpolitik, territoriale Ansprüche, Sicherheitskonflikte und wirtschaftliche Interessen können dazugehören. Sie lassen sich nicht auf eine einzige Erklärung reduzieren.

Doch keine dieser Erklärungen hebt die Verantwortung der Entscheidungsträger auf. Wer Krieg führt, muss sich an den Folgen für die Bevölkerung messen lassen: Tote, Verletzte, Flucht und zerstörte Zukunft.

Menschenleben dürfen kein Einsatz im Kampf um Macht, Rohstoffe oder Einfluss sein.

Gemeinsam leben statt gegeneinander kämpfen

Die stärkste Botschaft dieser Kampagne ist der Zusammenhalt über Grenzen hinweg: Wir wollen keine Kriege. Wir wollen ein bezahlbares Leben. Wir wollen politische Entscheidungen, die unsere Zukunft schützen.

Dafür müssen Menschen nicht dieselbe Herkunft, Religion oder politische Meinung haben. Sie müssen einander als Menschen anerkennen.

„Wir sind das Volk“ ist damit eine Forderung nach Verantwortung – gegenüber Politik und Wirtschaft, aber auch gegenüber uns selbst.

Unsere Arbeit trägt diese Welt. Unser Konsum bewegt sie. Unsere Stimmen müssen zählen.

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