Gaza

Zahl getöteter Journalisten im Gazastreifen steigt auf 262

Die Zahl der Journalisten, die seit Oktober 2023 infolge israelischer Angriffe im Gazastreifen ums Leben gekommen sind, ist nach palästinensischen Angaben auf 262 gestiegen.

Zuletzt wurde der Reporter Mohammed Samir Wishah des Senders Al Jazeera getötet. Für ihn fand eine Trauerfeier im Gazastreifen statt.

Trauerfeier im Bureij-Flüchtlingslager

Wishah kam ums Leben, als sein Fahrzeug auf der Rashid-Straße im Südwesten von Gaza-Stadt angegriffen wurde – trotz eines bestehenden Waffenstillstands. Sein Leichnam wurde vom Al-Aqsa-Märtyrer-Krankenhaus abgeholt und in das Bureij-Flüchtlingslager überführt, wo er beigesetzt wurde.

An der Beerdigung nahmen zahlreiche Kollegen, Angehörige und Bewohner teil. Palästinensische Journalisten nutzten die Zeremonie, um die Angriffe auf Medienschaffende zu verurteilen und eine internationale Untersuchung zu fordern.

Vorwürfe systematischer Angriffe

Der Leiter des Medienbüros der Regierung im Gazastreifen, Ismail al-Thawabteh, sprach von einem weiteren Verbrechen in einer Reihe systematischer Verstöße gegen Journalisten.

Auch der palästinensische Journalist Abdullah Mikdad erklärte, die Angriffe auf Medienvertreter seien Teil eines fortlaufenden Musters. „Mohammed ist nicht nur eine Zahl, sondern steht für das Leid, das wir erleben“, sagte er.

Mikdad appellierte an die internationale Gemeinschaft, die Angriffe auf Journalisten zu stoppen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Journalist seit 2006 im Einsatz

Nach Angaben von Al Jazeera begann Wishah, geboren 1986, seine journalistische Laufbahn im Jahr 2006. Er berichtete über zahlreiche Entwicklungen im Gazastreifen und galt als erfahrener Reporter vor Ort.

Mit seinem Tod erhöht sich die Zahl der getöteten Journalisten seit Beginn der aktuellen Eskalation im Oktober 2023 auf insgesamt 262.

von Fred Coldson

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"