Politik

Russland lehnt europäischen Vorschlag zur Truppenentsendung in die Ukraine ab

Russland hat den europäischen Vorschlag zur Entsendung von Truppen in die Ukraine kategorisch abgelehnt. Der stellvertretende russische Außenminister Aleksandr Gruschko erklärte, dass ein solcher Schritt die Spannungen weiter eskalieren würde.

In einem Gespräch mit Journalisten in Moskau kritisierte Gruschko die europäischen Länder dafür, dass sie trotz ihrer bisherigen Präsenz in diplomatischen Verhandlungen nun nachdrücklich einen Platz am Verhandlungstisch forderten. „Das ist wirklich überraschend, denn sie sitzen schon seit vielen Jahren an diesem Tisch.“

Russlands Vorwurf an die EU: Strategie der Niederlage

Der russische Diplomat warf der Europäischen Union (EU) vor, Russland eine „strategische Niederlage“ zufügen zu wollen, und stellte infrage, ob die EU unter diesen Umständen eine legitime Rolle in Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts spielen könne. „Diese Haltung verhindert, dass die EU und die europäischen Länder irgendeine Rolle bei der Lösung der ukrainischen Frage übernehmen.“

Warnung vor Eskalation durch europäische Truppenpräsenz

Auf die Frage nach der europäischen Idee, Truppen unter dem Deckmantel einer „Friedenstruppe“ in die Ukraine zu entsenden, äußerte sich Gruschko deutlich ablehnend. „Ich bewerte diesen Vorschlag äußerst negativ. Wir haben diese Möglichkeit bereits mehrfach diskutiert. Ganz gleich, in welcher Form europäische Truppen in der Ukraine stationiert würden – es wäre ein Schritt in Richtung einer weiteren Eskalation der Spannungen.“

Gruschko betonte abschließend, dass Europa, wenn es wirklich an einer Lösung des Konflikts interessiert sei, stattdessen jegliche militärische Unterstützung für die Ukraine einstellen müsse.

Die Diskussion über eine mögliche europäische Militärpräsenz in der Ukraine dürfte weiterhin für diplomatische Spannungen zwischen Brüssel und Moskau sorgen.

von Johannes Krüger

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