Deutschland

Bilal Erdoğan besucht türkische Verbände in Köln – Betonung von Einheit und Solidarität

Köln. Bilal Erdoğan, Vorsitzender des Kuratoriums der İlim Yayma Stiftung, hat im Rahmen seines Deutschlandbesuchs mehrere türkische Vereine und Organisationen in Köln besucht. Begleitet wurde er unter anderem vom stellvertretenden AKP-Vorsitzenden Zafer Sırakaya sowie vom amtierenden Präsidenten der Präsidentschaft für Türken im Ausland und verwandte Gemeinschaften (YTB), Abdullah Eren.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Rolle der türkischen Diaspora in Deutschland, die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie die Stärkung von Einheit und Solidarität.

Besuche bei UID, DITIB, IGMG und ATIB

Erdoğan besuchte zunächst die Kölner Zentrale der Internationale Union der Demokraten (UID), wo er vom UID-Generalsekretär empfangen wurde. Anschließend traf er sich in der Zentrale der Diyanet İşleri Türk İslam Birliği (DİTİB) mit dem DITIB-Vorsitzenden. Nach dem Gespräch verrichtete er das Gebet in der Köln Merkez Camisi, einem der Wahrzeichen der Stadt.

Weitere Stationen seines Besuchs waren die Zentrale der Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) sowie die Europäisch-Türkische Islamische Union ATIB. Dort führte Erdoğan Gespräche mit den jeweiligen Vorsitzenden über die Arbeit der Verbände und aktuelle Herausforderungen der türkischen Gemeinschaft in Europa.

Iftar-Essen mit Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft

Die UID veranstaltete in Köln ein Iftar-Essen, an dem neben Erdoğan auch der türkische Botschafter in Deutschland, Ahmet Başar Şen, sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Verbänden und der Zivilgesellschaft teilnahmen.

In seiner Rede hob der Botschafter die lange und reiche Geschichte der deutsch-türkischen Beziehungen hervor und betonte die Bedeutung des gesellschaftlichen Engagements für den Zusammenhalt in Deutschland.

Zafer Sırakaya übermittelte die Grüße des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Er würdigte die Leistungen der ersten Generation türkischer Arbeitsmigranten, die vor rund 60 Jahren nach Deutschland gekommen waren, und betonte die Erfolge der türkischen Gemeinschaft in Bereichen wie Wissenschaft, Sport, Hochschulwesen und Politik.

„Die Welt ist größer als fünf“

Bilal Erdoğan erklärte, dass die Türkei insbesondere in den vergangenen 25 Jahren große Fortschritte gemacht habe. Die im Ausland lebenden Türken hätten maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen.

Er zitierte in diesem Zusammenhang eine Aussage des Präsidenten vor den Vereinten Nationen: „Die Welt ist größer als fünf.“ Zudem betonte er, eine starke Türkei sei heute bereit, ihre Bürger und Verwandten in Europa zu unterstützen und ihre Anliegen ernst zu nehmen.

Er unterstrich die Bedeutung von Einheit und Solidarität innerhalb der türkischen Diaspora und stellte fest, dass die Zivilgesellschaft in Europa heute besser organisiert und stärker sei als je zuvor.

Bedeutung von Identität und Sprache

Der UID-Vorsitzende betonte die besondere Rolle des Ramadan für den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Gemeinsame Iftar-Mahlzeiten seien ein wichtiger Ausdruck von Verbundenheit und Solidarität fern der Heimat.

Zugleich hob er hervor, dass die türkische Gemeinschaft mit ihrer mehr als 65-jährigen Migrationsgeschichte inzwischen ein fester Bestandteil der Gesellschaften sei, in denen sie lebe. Die Bewahrung von Identität und Sprache, die Stärkung organisatorischer Strukturen, die bewusste Förderung der Jugend sowie das Wissen um demokratische Rechte seien entscheidend für den langfristigen Fortbestand der Gemeinschaft in Europa.

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