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Mögliches US-Iran-Abkommen könnte Israels Sicherheitslage verschärfen

Ein mögliches Abkommen zwischen den Vereinigte Staaten und dem Iran könnte Israel vor neue sicherheitspolitische Herausforderungen stellen. Gleichzeitig haben die israelischen Angriffe auf den Iran laut Medienberichten erhebliche Kosten verursacht, ohne die ursprünglich gesetzten Ziele zu erreichen.

Wie die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth berichtet, wurden zentrale Ziele der Offensive – darunter die Sicherstellung von Uranbeständen, ein Regierungswechsel in Teheran, die Zerstörung ballistischer Raketen sowie das Unterbinden der Finanzierung iranischer Stellvertretergruppen – nicht erreicht.

Dem Bericht zufolge habe der Iran hingegen seine militärischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt und gezeigt, dass er Ziele in Israel innerhalb kürzester Zeit mit ballistischen Raketen erreichen kann.

Sorge vor politischer Einschränkung

Besonders besorgniserregend sei aus israelischer Sicht die Möglichkeit eines Abkommens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Iran. Ein solcher Deal könnte Israel künftig daran hindern, eigenständig militärisch gegen den Iran vorzugehen, heißt es in dem Bericht.

Dies könnte Tel Aviv in eine „unangenehme Sicherheitsrealität“ bringen und langfristig zu einem ungünstigeren strategischen Umfeld führen als vor Beginn der Angriffe.

„Teuerste Angriffe der israelischen Geschichte“

Die Militäroperationen gegen den Iran gelten laut Bericht als die kostspieligsten in der Geschichte Israels. Die Ausgaben für die rund 40-tägige Offensive werden auf 50 bis 60 Milliarden Schekel (etwa 16,2 bis 19,4 Milliarden US-Dollar) geschätzt.

Die täglichen Kosten lagen demnach im Durchschnitt bei rund 320 Millionen Dollar, nachdem sie zu Beginn der Operation noch zwischen 650 und 970 Millionen Dollar betragen hatten.

Israelische Verteidigungsbeamte betonten jedoch, es sei noch zu früh, um von einem endgültigen Ende der militärischen Auseinandersetzungen zu sprechen.

Zusätzlicher Finanzbedarf

Angesichts der hohen Ausgaben bereiten die israelischen Behörden einen Nachtragshaushalt vor. Ein Regierungsvertreter erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass die USA ihre militärische Präsenz in der Region reduzieren würden.

Das aktuelle Verteidigungsbudget Israels beläuft sich auf rund 143 Milliarden Schekel (etwa 46,3 Milliarden Dollar). Trotz einer kürzlichen Aufstockung um etwa 30 Milliarden Schekel gilt es als unzureichend.

Nach Einschätzung der Behörden werden bis zum Jahresende zusätzliche 34 Milliarden Schekel (rund 11 Milliarden Dollar benötigt), um die fortlaufenden Militäroperationen – insbesondere im Libanon – zu finanzieren und sich auf mögliche neue Spannungen mit dem Iran vorzubereiten.

Personelle Herausforderungen

Zudem wird in dem Bericht auf zunehmende personelle Engpässe im Militär hingewiesen. Die Abhängigkeit von Reserveeinheiten dürfte weiter steigen. Hintergrund ist unter anderem die anhaltende Debatte um die Befreiung ultraorthodoxer Juden (Haredim) vom Wehrdienst, die den Personalmangel zusätzlich verschärft.Ein mögliches Abkommen zwischen den Vereinigte Staaten und dem Iran könnte Israel vor neue sicherheitspolitische Herausforderungen stellen. Gleichzeitig haben die israelischen Angriffe auf den Iran laut Medienberichten erhebliche Kosten verursacht, ohne die ursprünglich gesetzten Ziele zu erreichen.

Wie die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth berichtet, wurden zentrale Ziele der Offensive – darunter die Sicherstellung von Uranbeständen, ein Regierungswechsel in Teheran, die Zerstörung ballistischer Raketen sowie das Unterbinden der Finanzierung iranischer Stellvertretergruppen – nicht erreicht.

Dem Bericht zufolge habe der Iran hingegen seine militärischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt und gezeigt, dass er Ziele in Israel innerhalb kürzester Zeit mit ballistischen Raketen erreichen kann.

Sorge vor politischer Einschränkung

Besonders besorgniserregend sei aus israelischer Sicht die Möglichkeit eines Abkommens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Iran. Ein solcher Deal könnte Israel künftig daran hindern, eigenständig militärisch gegen den Iran vorzugehen, heißt es in dem Bericht.

Dies könnte Tel Aviv in eine „unangenehme Sicherheitsrealität“ bringen und langfristig zu einem ungünstigeren strategischen Umfeld führen als vor Beginn der Angriffe.

„Teuerste Angriffe der israelischen Geschichte“

Die Militäroperationen gegen den Iran gelten laut Bericht als die kostspieligsten in der Geschichte Israels. Die Ausgaben für die rund 40-tägige Offensive werden auf 50 bis 60 Milliarden Schekel (etwa 16,2 bis 19,4 Milliarden US-Dollar) geschätzt.

Die täglichen Kosten lagen demnach im Durchschnitt bei rund 320 Millionen Dollar, nachdem sie zu Beginn der Operation noch zwischen 650 und 970 Millionen Dollar betragen hatten.

Israelische Verteidigungsbeamte betonten jedoch, es sei noch zu früh, um von einem endgültigen Ende der militärischen Auseinandersetzungen zu sprechen.

Zusätzlicher Finanzbedarf

Angesichts der hohen Ausgaben bereiten die israelischen Behörden einen Nachtragshaushalt vor. Ein Regierungsvertreter erklärte, es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass die USA ihre militärische Präsenz in der Region reduzieren würden.

Das aktuelle Verteidigungsbudget Israels beläuft sich auf rund 143 Milliarden Schekel (etwa 46,3 Milliarden Dollar). Trotz einer kürzlichen Aufstockung um etwa 30 Milliarden Schekel gilt es als unzureichend.

Nach Einschätzung der Behörden werden bis zum Jahresende zusätzliche 34 Milliarden Schekel (rund 11 Milliarden Dollar benötigt), um die fortlaufenden Militäroperationen – insbesondere im Libanon – zu finanzieren und sich auf mögliche neue Spannungen mit dem Iran vorzubereiten.

Personelle Herausforderungen

Zudem wird in dem Bericht auf zunehmende personelle Engpässe im Militär hingewiesen. Die Abhängigkeit von Reserveeinheiten dürfte weiter steigen. Hintergrund ist unter anderem die anhaltende Debatte um die Befreiung ultraorthodoxer Juden (Haredim) vom Wehrdienst, die den Personalmangel zusätzlich verschärft.

von Julia Arndt

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