Israel

Israel startet Bodenoffensive im Südlibanon – Kämpfe weiten sich aus

Armee will „Pufferzone“ gegen Hisbollah ausweiten

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine Bodenoffensive gegen strategische Ziele im Südlibanon begonnen. Ziel der Operation sei es, die sogenannte „Pufferzone“ entlang der Grenze zu erweitern und Positionen der Hisbollah zurückzudrängen.

In einer schriftlichen Erklärung teilte das Militär mit, dass in den vergangenen Tagen zusätzliche Truppen in die Region verlegt worden seien. Diese Verstärkung solle eine gezielte Bodenoperation gegen wichtige militärische Stellungen im Südlibanon ermöglichen.

Mehrere Divisionen an Angriffen beteiligt

Berichten zufolge begann die 91. Division der israelischen Armee am späten Samstagabend mit Angriffen im Südosten des Libanon. Parallel dazu wurde die 146. Reservedivision im Südwesten des Landes stationiert.

Zudem führte die 36. Division militärische Operationen im Gebiet von Rab el-Talatin durch. Vor dem Vorrücken der Bodentruppen kam es laut Berichten zu intensiven Luftangriffen und Artilleriebeschuss auf Ziele in der Region.

Raketenangriff löste Eskalation aus

Bereits am 2. März hatte die israelische Armee Alarm im Norden Israels ausgelöst, nachdem Raketen aus dem Libanon abgefeuert worden waren. In der Folge startete Israel umfangreiche Luftangriffe im gesamten Libanon.

Dabei wurden auch Ziele in der Hauptstadt Beirut angegriffen. Gleichzeitig kündigte Israel an, seine militärische Präsenz im Libanon auszuweiten und neben Luftschlägen auch Angriffe vom Meer aus durchzuführen.

Hohe Opferzahlen und massive Vertreibung

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit dem 2. März bei israelischen Angriffen im Libanon mindestens 850 Menschen getötet und 2.105 verletzt.

Die libanesische Katastrophenschutzbehörde berichtete zudem, dass mehr als 830.000 Menschen aufgrund der anhaltenden Kämpfe und der israelischen Angriffe ihre Häuser verlassen mussten.

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