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Gaza: Tote Kinder und zerstörte Wohnungen – Israels Angriffe setzen Zivilisten weiter tödlicher Gewalt aus

Nach dem vorliegenden Bericht der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu sind bei israelischen Angriffen in mehreren Teilen des Gazastreifens sieben Palästinenser getötet worden, darunter Frauen und Kinder. Die geschilderten Vorfälle werfen erneut die Frage auf, welchen tatsächlichen Schutz die Zivilbevölkerung unter der vereinbarten Waffenruhe hat.

In Gaza-Stadt wurde eine Wohnung bei einem israelischen Luftangriff getroffen. Nach Angaben einer medizinischen Quelle im Schifa-Krankenhaus starben dabei der 39-jährige Ekrem Bessam Yasin und seine 36-jährige Ehefrau Dina Nebil Yasin. Vier weitere Menschen, darunter drei Frauen, wurden verletzt. Rettungskräfte löschten anschließend einen Brand in dem getroffenen Gebäude. Auch aktuelle Bildberichte dokumentieren einen tödlichen Angriff auf eine Wohnung nahe dem Schifa-Krankenhaus. 

Kinder unter den Opfern

Dem übermittelten Bericht zufolge wurde im Süden des Gazastreifens, im Gebiet Kayzan Abu Reşvan bei Chan Junis, ein Kind durch israelische Schüsse getötet. In einem weiteren Abschnitt wird der getötete Junge als Fahri Hasan bezeichnet. Da sich die Meldungen überschneiden, darf dieser Fall nicht ohne zusätzliche Bestätigung als weiteres Todesopfer gezählt werden.

Auch aus anderen Teilen von Chan Junis werden Angriffe auf Unterkünfte vertriebener Menschen gemeldet. Im Gebiet El-İklimi soll ein Mädchen durch Schüsse auf Zelte verletzt worden sein. Im Stadtteil Hamed wurden demnach fünf Menschen verletzt, darunter eine Frau und zwei Kinder.

Bei Nuseirat soll ein Palästinenser durch einen israelischen Angriff nahe dem Friedhof Es-Sawariha getötet und ein weiterer verletzt worden sein. Östlich von Bureidsch wurde laut Vorlage ein Kind durch Schüsse verwundet. Ein zuvor bei einem Angriff im Gebiet El-Kasasib im Flüchtlingslager Dschabalia schwer verletzter Mann erlag demnach seinen Verletzungen.

Beschuss von Wohngebieten und Zelten

Augenzeugen berichteten Anadolu zufolge von intensivem Artilleriebeschuss im Stadtteil Tuffah im Osten von Gaza-Stadt. Betroffen gewesen seien Häuser und Zelte, in denen vertriebene Familien Zuflucht gesucht hatten. Auch aus Militärfahrzeugen und Drohnen sei auf diese Gebiete geschossen worden.

Weitere Schilderungen betreffen Beschuss entlang der nördlichen Küste sowie Sprengungen von Gebäuden in israelisch kontrollierten Gebieten. Die einzelnen Angaben zu diesen Vorgängen konnten für diesen Bericht nicht unabhängig bestätigt werden.

Für die betroffenen Familien bedeutet bereits die erneute Flucht eine weitere Katastrophe: Wer seine Wohnung verloren hat und in einem Zelt lebt, besitzt kaum Möglichkeiten, sich vor Beschuss zu schützen.

Eine Waffenruhe muss Menschen schützen

Die geschilderten Angriffe begründen scharfe Kritik am Vorgehen der israelischen Armee. Eine Waffenruhe verliert für die Bevölkerung ihren praktischen Wert, wenn Menschen weiterhin in Wohnungen, auf Straßen und in provisorischen Unterkünften getötet werden.

Israels politische und militärische Führung muss erklären, welche Ziele bei den genannten Angriffen verfolgt wurden und wie zivile Opfer verhindert werden sollten. Eine konkrete israelische Stellungnahme zu diesen Einzelfällen liegt dem übermittelten Material nicht bei. Die Berichte über getötete Kinder und beschossene Unterkünfte verlangen eine unabhängige Untersuchung und nachvollziehbare Aufklärung.

Militärische Begründungen dürfen das Leid der Bevölkerung nicht zur Randnotiz machen. Hinter jeder Opferzahl stehen Menschen, Familien und zerstörte Lebenswege. Gerade deshalb müssen der Schutz von Kindern und der Zugang zu sicheren Unterkünften den tatsächlichen Maßstab politischen und militärischen Handelns bilden.

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