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UN-Generalsekretär verurteilt Eskalation im Nahen Osten

New York. UN-Generalsekretär António Guterres hat die militärische Eskalation im Nahen Osten scharf verurteilt. In einer schriftlichen Erklärung, die über das Sprecherbüro der Vereinten Nationen veröffentlicht wurde, erklärte Guterres: „Ich verurteile die militärische Eskalation im Nahen Osten. Die Anwendung von Gewalt durch die USA und Israel gegen den Iran sowie die Vergeltungsmaßnahmen des Iran untergraben den internationalen Frieden.“

Guterres forderte eine sofortige Beendigung der Feindseligkeiten und einen raschen Abbau der Spannungen. Andernfalls drohe ein größerer regionaler Konflikt mit schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung und die Stabilität der gesamten Region. „Ich fordere alle Parteien nachdrücklich auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, so der UN-Generalsekretär.

Zugleich erinnerte Guterres daran, dass alle Mitgliedstaaten an die Charta der Vereinten Nationen und das Völkerrecht gebunden seien. Diese verbiete ausdrücklich die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit eines Staates.

Militärische Eskalation in mehreren Städten

Die Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund der gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Während laufender Verhandlungen zwischen Teheran und Washington hatten Israel und die USA am Morgen militärische Operationen begonnen. Das israelische Verteidigungsministerium sprach von einem „Präventivschlag“, US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Angriffe als „große Operation“.

Nach offiziellen Angaben wurden dabei mehrere iranische Städte getroffen, darunter Teheran, Isfahan, Karaj, Qom, Täbris, Schiras, Buschehr, Kermanshah und Ilam.

Iran reagiert mit Gegenangriffen

Als Reaktion feuerte die iranische Armee nach eigenen Angaben Dutzende ballistische Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet ab. Zudem richteten sich iranische Angriffe gegen US-Militärstützpunkte in der Region, unter anderem in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait, Katar und Jordanien. Berichten zufolge wurde dabei auch ein US-Marinestützpunkt in Bahrain getroffen.

Die internationale Gemeinschaft zeigt sich zunehmend besorgt über eine weitere Eskalation des Konflikts. Diplomatische Initiativen zur Deeskalation laufen, bislang jedoch ohne sichtbaren Durchbruch.

von: Fred Coldson

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