
US-Präsident Donald Trump hat die gemeinsam mit Israel durchgeführten Angriffe auf den Iran verteidigt. „Hätten wir das nicht gemacht, hätten sie in zwei Wochen Atomwaffen gehabt“, sagte Trump.
Gegenüber der Fox News-Korrespondentin Jacqui Heinrich im Weißen Haus erklärte Trump, die USA hätten iranische Nuklearanlagen unter anderem mit B-2-Bombern angegriffen. Angaben zu möglichen amerikanischen Verlusten machte er nicht, betonte jedoch, man habe einen genauen Überblick über noch verbliebene Ziele im Iran.
„Hätten wir das nicht getan, hätten sie in zwei Wochen Atomwaffen gehabt. Und dann wäre das alles nicht mehr möglich gewesen“, so der Präsident.
Keine Sorge um Ölpreise oder Straße von Hormus
Trump erklärte weiter, er mache sich keine Sorgen über mögliche Folgen wie eine Schließung der Straße von Hormus oder steigende Ölpreise. „Ich tue nur das Richtige. Am Ende wird alles gut“, sagte er.
Zugleich rief er das iranische Volk erneut dazu auf, „die Kontrolle über seine eigene Zukunft zu übernehmen“, und deutete an, dass sich die Entwicklungen sehr schnell vollzögen.
„Alles läuft besser als geplant“
In einem Telefoninterview mit dem Wirtschaftssender CNBC bezeichnete Trump die Militäroperation als erfolgreich. Die Angriffe verliefen „besser als geplant“.
Er bezeichnete die iranische Führung als „eines der gewalttätigsten Regime der Geschichte“ und sagte: „Wir tun das nicht nur für uns selbst, sondern für die ganze Welt. Und alles läuft besser als geplant.“
Zugleich sprach Trump von möglichen Auswegen aus dem Konflikt. Diese hingen jedoch von verschiedenen Faktoren ab. „Im Moment entwickeln sich die Dinge sehr positiv“, fügte er hinzu.
Gesprächsbereitschaft signalisiert
In einem weiteren Interview mit dem Magazin The Atlantic erklärte Trump, die neuen Führungsvertreter im Iran wollten wieder Gespräche aufnehmen.
„Sie wollen reden, und ich habe dem zugestimmt. Also werde ich mit ihnen reden. Das hätten sie schon früher tun sollen“, sagte Trump. Er warf der iranischen Regierung vor, ein mögliches Abkommen zu lange hinausgezögert zu haben.
Auf die Frage, ob bereits Treffen mit iranischen Vertretern stattgefunden hätten, antwortete Trump ausweichend: „Das kann ich nicht beantworten.“ Er bestätigte jedoch, dass einige frühere Verhandlungspartner bei den jüngsten Angriffen ums Leben gekommen seien.
Militärschläge und regionale Reaktionen
Während noch Gespräche zwischen Washington und Teheran liefen, starteten die USA und Israel am 28. Februar einen Militärschlag gegen iranische Ziele. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain, wo sich US-Militärstützpunkte befinden.
Bei den Angriffen der USA und Israels kamen neben dem iranischen Religionsführer Ali Khamenei auch mehrere hochrangige Funktionsträger ums Leben. Das iranische Rote Kreuz teilte mit, bei den Bombardierungen seien 201 Menschen getötet und 747 verletzt worden.
von Fred Coldson




