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Jerusalem-Gouverneursamt: Israel behindert Ramadan-Vorbereitungen an der Al-Aqsa

Das Jerusalem-Gouverneursamt kritisiert, dass Israel weiterhin die Vorbereitungen für den Ramadan an der Al‑Aqsa‑Moschee im besetzten Ostjerusalem erschwere. In einer Erklärung, die auf dem Facebook-Account der Palästinensische Autonomiebehörde veröffentlicht wurde, hieß es, es gebe zahlreiche Verstöße durch israelische Sicherheitskräfte gegen die heilige Stätte.

Demnach seien heute 337 Israelis in das Gelände der Al‑Aqsa‑Moschee eingedrungen; zudem habe die Israelische Armeeden Imam der Moschee, Muhammad Ali Abbasi, festgenommen. Die Erklärung wirft den Behörden ferner vor, notwendige logistische Maßnahmen für betende Besucherinnen und Besucher während des Ramadan zu blockieren: So seien das Aufstellen von Zelten und mobilen Kliniken im Innenhof verhindert worden.

Weiter heißt es, die Regierung in Tel Aviv habe vor dem Ramadan mehr als 250 Entscheidungen getroffen, die darauf abzielten, Palästinenser von der Stätte fernzuhalten. Solche Maßnahmen würden die religiösen und humanitären Vorbereitungen erheblich beeinträchtigen, wird beklagt.

Außerdem berichtete das Gouverneursamt, dass die Besatzungsmacht heute zwölf palästinensische Jugendliche in Jerusalem zur Vernehmung in das el‑Berid‑Zentrum in der Selahaddin-Straße vorgeladen habe. Die Betroffenen hätten angegeben, während der Vernehmung festgenommen und mit Haft bedroht worden zu sein. Als Anlass für die Vorladung nannte man eine Umra-Pilgerreise, die die Jugendlichen für ihre Familien aus Jerusalem organisiert haben sollen.

Die Mitteilung unterstreicht erneut die angespannten Verhältnisse in und um die heiligen Stätten und die Befürchtung, dass Einschränkungen kurz vor dem Ramadan die Lage weiter verschärfen könnten.

von: Julia Arndt

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