
Die Vereinigte Staaten verlegen nach eigenen Angaben ihre umfangreichste Luftstreitmacht in den Nahen Osten seit Beginn des Irakkriegs im Jahr 2003. Das US-Verteidigungsministerium bestätigte am Donnerstag die Entsendung zusätzlicher Kampfjets, Bomber und Unterstützungseinheiten in die Region.
Nach Angaben aus Washington soll die Maßnahme der „Abschreckung und Sicherung strategischer Interessen“ dienen. Hintergrund sind die zuletzt gestiegenen Spannungen zwischen regionalen Akteuren sowie eine wachsende Sorge vor einer weiteren militärischen Eskalation.
Zu den verlegten Einheiten zählen moderne Mehrzweckkampfflugzeuge, Tankflugzeuge zur Luftbetankung sowie Aufklärungsmaschinen. Auch zusätzliche Luftabwehrsysteme wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Konkrete Standorte nannte das Pentagon nicht, Beobachter gehen jedoch davon aus, dass bestehende US-Stützpunkte in der Golfregion verstärkt genutzt werden.
Militärexperten bewerten die Entscheidung als deutliches Signal an potenzielle Gegner in der Region. Eine derart umfangreiche Luftverlegung habe es seit Beginn der groß angelegten Militäroperationen im Irak vor über zwei Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Gleichzeitig betonte die US-Regierung, man strebe keine weitere Eskalation an, sondern wolle „Stabilität gewährleisten und Verbündete schützen“.
Internationale Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Mehrere Staaten forderten Zurückhaltung und warnten vor einer weiteren Zuspitzung der Lage. Diplomatische Bemühungen zur Deeskalation würden parallel fortgesetzt, hieß es aus Regierungskreisen.
Die Lage im Nahen Osten gilt seit Monaten als angespannt. Beobachter schließen nicht aus, dass die massive US-Präsenz kurzfristig abschreckend wirken könnte – langfristig hängt die Entwicklung jedoch von politischen Verhandlungen und regionalen Machtverschiebungen ab.



