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Angriffe während Merz’ Kiew-Besuch: Kanzler bekräftigt weitere Ukraine-Hilfe

Luftalarm und Schäden an der Nordbrücke

Während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew haben russische Angriffe mehrfach Luftalarm ausgelöst. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurde die Fahrbahn der Nordbrücke getroffen. Rettungskräfte wurden zum Einsatzort geschickt. Trümmer eines abgeschossenen Fluggeräts fielen zudem auf das Dach eines Wohnhauses.

Auch andere Regionen waren betroffen. Im nordöstlichen Gebiet Sumy wurden Berichten zufolge fünf Menschen verletzt, als eine russische gelenkte Bombe ein Wohnhaus traf.

Merz sieht Angriffe als Argument für weitere Unterstützung

Merz stellte die anhaltenden russischen Angriffe in den Zusammenhang seiner Forderung, die deutsche Unterstützung für die Ukraine fortzuführen. Die Angriffe auf Städte, Wohnhäuser und Heizkraftwerke bezeichnete er als „Terror“.

Seine Äußerungen machen deutlich: Für den Bundeskanzler sind die Angriffe ein weiteres Argument dafür, die Ukraine militärisch zu unterstützen und ihre Luftverteidigung zu stärken. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Abfangdrohnen gegen russische Angriffsdrohnen.

„Sie können sich weiterhin auf unsere Hilfe verlassen“, versicherte Merz. Zugleich begründete er die Unterstützung mit der Sicherheit Deutschlands: Wenn Russland nicht gestoppt werde, könne sich dessen Kriegsmaschinerie früher oder später auch gegen Deutschland richten.

Aufforderung an Putin: Angriffe beenden und verhandeln

Bei seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj besuchte Merz die bei einem früheren Drohnenangriff beschädigte Akademie der Wissenschaften.

Dort forderte er Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf, den Krieg zu beenden und Verhandlungen aufzunehmen. „Herr Putin, beenden Sie diesen sinnlosen Krieg!“, sagte der Kanzler. Die Bereitschaft zu Gesprächen sei vorhanden, die Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung müssten jedoch aufhören.

Russische Warnung vor dem Besuch

Das russische Außenministerium hatte bereits am Vortag Ausländer und Diplomaten aufgefordert, Kiew zu verlassen und von Reisen in die Stadt abzusehen. Es warnte vor Lebensgefahr durch massive Luftangriffe.

Für Merz unterstreichen die erneuten Angriffe die politische Linie seines Besuchs: Die Unterstützung für Kiew soll fortgesetzt werden. Er verbindet diese Hilfe mit dem Schutz der ukrainischen Bevölkerung und dem Argument, einer weitergehenden Bedrohung Europas entgegenzutreten.

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