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Israel kennt keine Abmachung : Trotzt Ramadan wird Gaza Bombardiert

Israelische Militäraktionen im Gazastreifen dauern auch während des Ramadan an. Trotz einer im Oktober 2025 in Kraft getretenen Waffenruhe werden nach Berichten der palästinensischen Gesundheitsbehörden weiterhin Angriffe durchgeführt.

Laut Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den letzten 24 Stunden zwei Menschen getötet und vier verletzt. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 10. Oktober 2025 starben 611 Menschen und 1.630 wurden verletzt. Die Gesamtzahl der Todesopfer durch israelische Angriffe auf Gaza seit Oktober 2023 liegt inzwischen bei 72.069, bei 171.728 Verletzten. Noch immer sollen sich Tausende Leichen unter den Trümmern befinden.

Intensiver Luft- und Artilleriebeschuss

Augenzeugen berichten von intensiven Luftangriffen auf die östlichen Stadtteile von Gaza-Stadt, begleitet von Artilleriefeuer. Besonders betroffen waren die Viertel Shuja’iyya sowie die südlichen Regionen Khan Yunis und Rafah. Auch das Gebiet Mawasi westlich von Rafah wurde beschossen.

Leuchtraketen der israelischen Armee wurden über den östlichen Teilen von Gaza-Stadt abgefeuert, während mindestens zwei weitere Luftangriffe im Süden des Gazastreifens durchgeführt wurden.

Razzien im Westjordanland

Neben den Angriffen auf Gaza setzt die israelische Armee ihre Operationen im Westjordanland fort. Bei Razzien in verschiedenen Städten wurden mindestens 35 Personen festgenommen. In Hebron kam es zu mehreren Durchsuchungen von Wohnhäusern und Geschäften, bei denen ein Palästinenser verletzt wurde.

Ein Social-Media-Video zeigt, wie Festgenommene mit gefesselten Händen und verbundenen Augen in Verhörräume geführt und misshandelt werden. Auch in Qalqilya wurden zahlreiche Häuser durchsucht, wobei 15 Palästinenser festgenommen wurden.

Rassistische Angriffe auf heilige Stätten in Westjerusalem

Parallel dazu kam es in Westjerusalem zu einem Angriff auf die Grabeskirche im Dorf Ain al-Karim. Eine Gruppe fanatischer Juden beschmierte die Mauern und Fahrzeuge mit rassistischen Parolen, darunter „Rache“ und „König David von Israel lebt“.

Das Gouverneursamt von Jerusalem verurteilte den Übergriff als Teil einer Serie von Angriffen auf Kirchen, Moscheen und andere religiöse Stätten. Die israelische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Lageeinschätzung

Die Bewohner Gazas erleben den Ramadan unter extrem schwierigen Bedingungen: Angriffe, zerstörte Infrastruktur, eingeschränkte Hilfsleistungen und die ständige Bedrohung durch militärische Operationen prägen den Alltag. Auch im Westjordanland steigt die Spannungs- und Gewaltspirale weiter an.

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